Stadtteil Grunewald

Stadtteil Grunewald

14. Mai 2024 / Andreas Kirchner

Ihr habt vor in die Hauptstadt Berlin zu ziehen oder wohnt bereits in Berlin und sucht nach einem neuen Stadtteil in dem ihr und eure Familie richtig glücklich sein könnt. Dann ist Berlin Grunewald möglicherweise genau der richtige für euch. Der Stadtteil befindet sich im Zentrum des Berliner Villenbogens, welcher sich von Lichterfelde West über Dahlem, Grunewald bis hin nach Westend erstreckt und ist ein zentraler Stadtteil in Berlin. Unter anderem da er an die bekannten Ortsteil Dahlem, Zehlendorf und Nikolassee angrenzt. Außerdem können auch Naturliebhaber hier voll auf ihre Kosten kommen, anders als in anderen weitgehend bebauten Stadtteilen findet ihr in Berlin Grunewald den namensgebenden Forst Grunewald, welcher sich auf rund 3000 Hektar erstreckt. Außerdem grenzt Berlin Grunewald zum Westen hin an den Fluss Havel, so dass auch Spaziergänger welche mit ihren Hunden gerne am Wasser entlanglaufen voll auf ihre Kosten kommen. Berlin Grunewald hat eine Fläche von 22.33 Km2 und Stand 2024 eine Einwohnerzahl von rund 11213 Personen. Somit ist es ein eher bevölkerungsarmer Ortsteil, was man auch an der Bevölkerungsdichte von 502 Einwohner auf den km2 erkennt. Von der Bebauung her ist für jeden etwas zu finden: Sowohl Villen als auch Mehr und Einfamilienhäuser kann man hier mieten oder auch kaufen. Heute erzählen wir euch etwas mehr über die Geschichte des Stadtteils Grunewald, über die Änderung der Bevölkerungszahl und auch was ihr im Stadtteil sehen könnt.

Die Geschichte zum Stadtteil Grunewald:

Es wurden in den 1880er Jahren ein 234 Hektar großes Stück Forst an die Kurfürstendamm-Gesellschaft verkauft. Das Ziel des Bankkonsortium war es, dass man so eine Villenkolonie wie es sich schon in Lichterfelde und Alsen gibt nachzubauen und ein aufwendiges Wohnviertel zu erbauen. Das Vorhaben wurde so nicht umgesetzt, da die Westwindwetterlage die Gewerbeabgase dahin wehte. Es entstand dafür aber fast zeitgleich der bekannte und beliebte Kurfürstendamm und 1989 kam noch auf der westlichen Seite das noble Viertel „Villenkolonie Grunewald“ hinzu, was auch heute noch Millionärskolonie genannt wird. Durch die baulichen Vorgaben die in Grunewald an der Tagesordnung standen, durfte man nur große Grundstücke bebauen und das auch nur zu einem geringen Teil. So entstanden vielen Villen mit prachtvollen Gartenanlagen. Um das Jahr 1870 herum entstanden der Hubertussee, der Herthasee, der Königssee und der Dianasee, die alle ausgehoben und über den artesischen Brunnen gefüllt wurden. Die Anlegestelle war das Sumpfgebiet, was mit Absicht gemacht wurde um die alten Moorgebiete als Infektionsherde zu bekämpfen. Die Seen waren aber auch dafür da, um Attraktionen für die Bewohner und die die es vielleicht mal werden wollen zu sein. Vor allem Bankier, Unternehmer, Akademiker und Künstler wollten hier in der ruhigen Gegend wohnen. Im Jahre 1920 wurde der Stadtteil Grunewald durch das Groß Berlin Gesetz aus dem Kreis Teltow nach Berlin eingemeindet. Im Oktober 1941 nutzen die Nationalsozialisten den Bahnhof Grunewald um die Berliner Juden zu deportieren und in die Konzentrations- und in die Vernichtungslager zu bringen. Durch den zweiten Weltkrieg wurden viele Gebäude zerstört und die Lücken wurden in der Nachkriegszeit von Ein und Mehrfamilienhäusern aufgefüllt. In Grunewald gibt es mehrere Anfahrtsmöglichkeiten wie die S-Bahn Linie und die A100 die man nutzen kann.

Die Entwicklung der Bevölkerung von Grunewald:

  • 1880: 140 Einwohner
  • 1890: 368 Einwohner
  • 1910: 5563 Einwohner
  • 1938: 12961 Einwohner
  • 1950: 9848 Einwohner
  • 1970: 12580 Einwohner
  • 1987: 12860 Einwohner
  • 2007: 10095 Einwohner
  • 2015: 10444 Einwohner
  • 2020: 11176 Einwohner

Sehenswürdigkeiten in der direkten Umgebung:

  • Grunewaldturm                                                                 
  • Bahnhof Grunewald
  • Villa Harteneck                                                                  
  • Bismarckdenkmal
  • Villa Kemmann                                                                  
  • Villa Noelle
  • St. Michaels-Heim                                                             
  • Schildhorndenkmal
  • Löwenpalais                                                                      
  • Schlosshotel Grunewald
  • Steffi-Graf-Stadion                                                            
  • Villa Walther
  • Wohnhaus Walther Rathenau                                           
  • Teufelsberg
  • Grunewaldkirche                                                               
  • Katholische Kirche
  • Abhörstation Teufelswald                                                  
  • Mahnmal Gleis 17     

Anfahrt und Parkmöglichkeiten:

Mit dem PKW:

Wenn ihr mit dem Auto vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Stadtteil Grunewald fahren wollt, dann braucht ihr ca. 20 Minuten bis ihr dort seid. Ihr könnt über folgende Straßen fahren: Die A100, die Bundesstraße 5/BB und auch über Hohenzollerndamm. Die letzteren beiden Varianten sind die kürzeren Wege. Parken kann man im gesamten Stadtgebiet auf unterschiedlichen Parkplätzen.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vom Berliner Hauptbahnhof losfahrt, dann braucht ihr rund 30 Minuten bis ihr angekommen seid. Auch hier habt ihr folgende Verkehrsmittel die ihr wählen könnt: Ihr könnt mit der S3/S7 bis zur Haltestelle „Grunewald“ fahren. Oder aber ihr nehmt die S3/5/7 oder 9 bis „ Charlottenburg“. Vom Adenauerplatz könnt ihr mit der M19 bis „Hagenplatz“ fahren.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Herausgeber des Magazins ausflugsziel-berlin.de. Auf unserer Seite stellen wir Ihnen Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, Attraktionen sowie wissenswerte Fakten über Berlin zur Verfügung.

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