Schloss Charlottenburg

Schloss Charlottenburg

27. März 2024 / Andreas Kirchner

Das Schloss Charlottenburg was im gleichnamigen Berliner Stadtteil Charlottenburg steht, ist der Besuchsmagnet im Umland schlechthin. Wer hier ankommt darf ein wunderschönes altes Schloss und eine riesige Gartenanlage bestaunen und von dem alten damaligen kleinen Garten und Lustschlösschen ist heutzutage nichts mehr zu erkennen. Früher war das Schloss der Sitz der Könige, heute ist das Schloss ein Museumsort. Ihr könnt hier das ganze Jahr über die zwei Dauerausstellungen bestaunen und auch einige Schätze aus der Silberkammer ansehen. Zu bestimmten Anlässen gibt es im Schloss oder auch im Schlossgarten auch Feierlichkeiten, wie z.B der beliebte Charlottenburger Weihnachtsmarkt. Oder wollt ihr euch vielleicht lieber die vielen Räumlichkeiten zeigen lassen und etwas zur Geschichte hören? Dann sind die Führungen durch das Schloss und seinem herrlichen Garten genau das richtige für euch. Heute stellen wir euch das Schloss und vor allem seine weit zurückreichende Geschichte etwas genauer vor.

Die Geschichte des Schlosses:

Das kleine Schloss im Berliner Stadtteil Charlottenburg wurde von Martin Grünberg für die Familie Charlotte von Hannover entworfen und erbaut und im Jahre 1699 feierlich eingeweiht. Nachdem im Jahre 1701 Sophie Charlotte und Friedrich zum König und zur Königin gekrönt wurden, ging es mit den Erweiterungsplänen für das Schloss los. Den Namen bekam die Siedlung und das Schloss nach dem frühen Ableben der Sophie Charlotte mit nur 36 Jahren. Es kam bei den nächsten Erweiterungen eine große Orangerie dazu, wo mehr als 500 Pflanzen jährlich überwinterten. Nach dem Tod des Friedrichs dem ersten, wurde das Schloss eine ganze Zeit lang vom Nachfolger Friedrich Wilhelm der erste nur notgedrungen versorgt und gepflegt. Er nutzte das prachtvolle Haus eigentlich nur für repräsentative Zwecke und Öffentlichkeitsarbeiten, wie zum abschließen wichtiger Verträge. Als auch Friedrich Wilhelms verstarb fing sein Nachfolger Friedrich der zweite direkt an, das Schloss Charlottenburg zu seiner Residenz zu machen und die oberen Räume für sich umzugestalten.  Im den darauffolgenden Jahrzehnten wechselte das Schloss immer mal den Besitzer und wurde daraufhin erneuert und umgestaltet. Einen Namen machte sich das Schloss auch mit seinem Schlosstheater, was besonders für die Literatur und für die Bürgerlichen Menschen wichtig war. Bei einem Luftangriff am 23.11.1943 wurde das Schloss Charlottenburg stark bombardiert. Es konnten zwar große Teile des Inventars gerettet werden und auch das Hauptgebäude wurde provisorisch in der Nachkriegszeit genutzt, aber man war sich auch einig das vieles repariert und neu gebaut werden musste. Erst im Jahre 1948 setzte sich die Direktorin Margarete Kühn für den Wiederaufbau ein, der dann die darauffolgenden Jahre Step für Step stattfand. Auch im Jahre 2007 stand nochmal alles im Stern der Restaurierung. Hier sind nach elf langen Jahren der Arbeit und der Veränderung an dem Schloss auch alle 20 Attika Skulpturen wieder aufgestellt wurden. In den nächsten Jahren ist östlich der Orangerie auch noch ein Besucherzentrum geplant und der östliche Ehrenhofflügel soll so umgestaltet werden, dass er eine Barrierefreiheit verspricht.

Adresse und Kontaktmöglichkeiten:

Schloss Charlottenburg
Spandauer Damm 10-22
14059 Berlin

Telefonnummer: 0331 9694200

Öffnungszeiten:

Montags: geschlossen
Dienstag-Sonntag: 10-16.30 Uhr

Eintrittspreise:

Altes Schloss: 12 Euro / ermäßigt 8 Euro
Neuer Flügel: 10 Euro / ermäßigt 7 Euro
Schlossgarten: 7 Euro

Der als französischer Barockgarten angelegte Schlossgarten in Charlottenburg hat eine beachtlich Größe von rund 55 Hektar. Nachdem im zweiten Weltkrieg das ganze Gelände rund um das Schloss stark verwüstet wurde, setzte sich hier Margarete Kühn für eine Wiederherstellung im barocken Stil ein. Vieles ist hier noch aus dem Originalzustand, andere Dinge wurden pflegeaufwendig neugestaltet. Auf dem Gelände befindet sich die Schlossgärtnerei, aber auch seit 2013 der Gärtnerhof der Mosaik-Werkstätten für Behinderte GmbH. Der Schlossgarten wird heute vor allem von den Bewohnern als Naturerholungsgebiet genutzt. Das liegt vor allem daran, dass Charlottenburg sehr Einwohnerstark und dicht besiedelt geworden ist und die Anwohner hier gerne Joggen, Fahrrad fahren oder mit ihren Hunden raus gehen.

Eine der Brücken die ihr hier im Schlossgarten findet, hat es im Jahre 2019 sogar auf den zweiten Platz der schönsten Brücken von Berlin geschafft.

Anfahrt und Parkmöglichkeiten:

Mit dem PKW:

Mit dem Auto braucht ihr ca. 16-20 Minuten vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Schloss Charlottenburg. Hier könnt ihr unter folgenden Strecken wählen: Ihr könnt über die Bundesstraße 5/ B2 und Otto-Suhr-Allee, über Alt Moabit und Kaiserin-Augusta-Allee oder aber über die B96 fahren. Das Schloss Charlottenburg hat mehrere Parkplätze rund um das Gelände, die man nutzen kann.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Schloss Charlottenburg fahren wollt, braucht ihr ca. 30 Minuten bis ihr vor Ort seid.  Hier könnt ihr z.B die S3 bis zur Haltestelle „S+U Zoologischer Garten“ fahren und dann mit dem Bus M45 bis Luisenplatz / Schloss Charlottenburg. Es sind ca. 270 Meter bis zum Ziel. Alternativ könnt ihr aber auch mit dem RE1 bis „Charlottenburg“ fahren und von dort aus mit dem Bus Nr. 109 bis „Luisenplatz/Schloss Charlottenburg“.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Herausgeber des Magazins ausflugsziel-berlin.de. Auf unserer Seite stellen wir Ihnen Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, Attraktionen sowie wissenswerte Fakten über Berlin zur Verfügung.

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