Haus Liebermann

Haus Liebermann

30. März 2024 / Andreas Kirchner

Ihr seid Kunstfanatiker und gerade an älteren Werken sehr interessiert, besonders an denen die ihren Ursprung bei uns in Deutschland haben, dann solltet ihr euch die Liebermann Villa in Berlin etwas genauer ansehen. Bei der Liebermann Vill am Wannsee in Berlin handelt es sich um das ehemalige Sommerhaus des Malers Max Liebermann, ein deutsch- Jude welcher im Zeitraum von 1847-1935 gelebt hat. Er hat unzählige Werke im impressionistischen Stil angefertigt und prägte die Kunstwelt in Deutschland und in Zentraleuropa. Neben seiner Tätigkeit als Künstler war er auch ein Sammler von Kunst und hatte sich speziell auf impressionistische Werke spezialisiert, welche er nach und nach seiner bedeutsamen Kunstsammlung hinzufügte. Heute gehört die Liebermann Villa oder auch das Liebermann Haus zum Teil des Kunstmuseums, was sowohl seine eigenen Werke als auch Werke aus seiner Kunstausstellung ausstellt. Und auch der Denkmalgeschütze Garten gehört dazu, welcher je nach Saison anschaulich und bunt gepflanzt ist zur Schau stellt. Die Liebermann Villa soll in erster Linie an das Vermächtnis und die Geschichte der Familie Liebermann erinnern, welche wir euch heute etwas genauer vorstellen wollen. Außerdem stellen wir euch sowohl eines der wichtigsten Werke aus Max Liebermanns Sammlung , als auch seine eigenen Werke vor, welche meistens einen Bezug zum Alltag hatten aber auch Naturverbunden sind. Wer kann die Liebermann Villa heute besuchen, gibt es Eintrittspreise und was gibt es noch Wichtiges zu erfahren? All das zeigen wir euch hier!

Die Geschichte hinter „Haus Liebermann“

Das dreietagige Gebäude wurde auf den Grundmauern eines zweietagigen  Gebäudes im Jahre 1844 erbaut. Hier wohnten in den Anfangsjahren der preußische Finanzminister, der Generalmajor von Möllendorff und auch ein Gesandter. Das Haus hat die Familie um Louis Liebermann im Jahre 1857 erworben, und sind mit dem damaligen erst 10 Jahre altem Sohn Max Liebermann dorthin gezogen. Alle Räume die von Familie Liebermann nicht genutzt wurden, hatte die Familie weitervermietet um Einnahmen zu generieren.  Auch als Max älter wurde wohnte er noch hier, dann allerdings auf der zweiten Etage mit seiner eigenen kleinen Familie. Die Liebermanns hatten es zu den Nationalsozialistischen Zeiten nicht einfach: Aufgrund der jüdischen Wurzeln durfte der Maler nicht mehr arbeiten und nur zwei Jahre später verstarb er im Haus. Die hinterbliebene Ehefrau musste das Anwesen aufgrund ihrer Herkunft verlassen und im Jahre 1943 nahm sie sich das Leben. Im selben Jahr wurde das Gebäude komplett zerbombt und die Ruine stand zwischen 1961 und 1989 im Bereich der Berliner Mauer. Erst als nach dem Mauerfall der Potsdamer Platz wieder viel belebter war, wurde der Wiederaufbau von den Architekten Josef Paul Kleihues entworfen und nach dem historischen Vorbild gebaut. Der komplette Wiederaufbau wurde im Jahre 1999 fertiggestellt, darin befinden sich die ehemaligen Wohn und Arbeitsräume die man besichtigen kann und auch eine Ausstellung der Liebermann Bilder.

 

Adresse und Kontaktmöglichkeiten:

Max-Liebermann-Haus
Pariser Platz 7
10117 Berlin

Öffnungszeiten:

Aktuell ist das Max-Liebermann-Haus wegen einem Umbau geschlossen.

Welche Ausstellungen gab es hier bereits?

Aus dem Atelier Liebermann gab es schon viele verschiedene wechselnde und sehr bekannte Ausstellungen die euch hier im „Haus Liebermann“ gezeigt werden.

Das waren beispielsweise:

  • Bjorn Melhus – Hof Set
  • Nanne Meyer – von wegen
  • Wolfgang Petrick – Go(o)d Speed
  • Daniel Richter / Jack Bilbo
  • Monika Bartholome -Unter einem Dach
  • Gerhard Richter – Atlas Übersicht 1:2
  • Michaeal Wesely – Visual Archeologies 1943-2022

Anfahrt & Parkmöglichkeiten:

Mit dem PKW:

Mit dem Auto braucht ihr rund 5-10 Minuten bis ihr bei der Kunstausstellung Haus Liebermann angekommen seid. Hier könnt ihr über Alt-Moabit oder aber über die Invalidenstraße und Luisenstraße fahren. Beide Strecken sind fast genau gleichlang. Kostenpflichtige Parkplätze findet ihr rund um das Haus Liebermann herum. Hier könnt ihr z.B in der Dorotheenstraße oder aber in der Wilhelmstraße parken.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln seid ihr nicht sehr viel länger unterwegs – Hier braucht ihr rund 10-20 Minuten, je nachdem welche Verkehrsmittelart ihr nehmt.

Ihr könnt z.B mit der U5 bis zur Haltestelle „Brandenburger Tor“ fahren und seid innerhalb von 3 Minuten da. Oder aber ihr nehmt die S-Bahn Linie 3/5/7 oder den RE1 oder RE8. Hier steigt ihr an der Station „S+U Friedrichsstraße“ aus.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Herausgeber des Magazins ausflugsziel-berlin.de. Auf unserer Seite stellen wir Ihnen Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, Attraktionen sowie wissenswerte Fakten über Berlin zur Verfügung.

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