Das Bode Museum

Das Bode Museum

22. April 2024 / Andreas Kirchner

Der erste Gedanke an ein Kunstmuseum entstand schon in den 1840er Jahren. Hier hatte der Kunsthistoriker Wilhelm von Bode sehr viel Einfluss darauf, was auch den späteren Namen der Museums erklärt. Trotz zahlreicher Ideen und Projekte begann der Museumbau erst im Jahre 1897. Er sollte eine Heimat für die vielen von Bode aufgebauten Skulpturen und Gemälde werden. Im Jahre 1904 wurde das Museum dann an dem Geburtstag von Friedrich dem dritten feierlich eröffnet. Aus diesem Grund hieß das Museum auch eine lange Zeit “ Kaiser-Friedrich-Museum“. Durch den zweiten Weltkrieg wurden viele Teile der Museumsinsel stark beschädigt – das Museum aber war eines, was noch am geringsten Schaden erlitten hat. Im Jahre 1951 bekam das Gebäude ein Notdach und in den darauffolgenden Jahren wurde einiges restauriert und wieder instandgesetzt. Die Restaurierung der Innenräume dauerte bis ins Jahre 1987, bis dahin befanden sich auch zahlreiche verschiedene Sammlungen vor Ort, wie die Papyrussammlung des Ägyptischen Museums oder aber eine Gemäldegalerie. An Gedenken an Wilhelm von Bode bekam das Museum in der Nachkriegszeit seinen endgültigen Namen. Eine Grundsanierung stand dann nochmal 1997/1998 an. Es fielen hier zunehmend mehr gravierende Mängel auf, wodurch das komplette Museum denkmalgerecht restauriert werden sollte. Es wurde hier vor allem viel im Bezug auf die Technik und auch auf die Sicherheit gelegt. Es gab neue Eingänge die behindertengerecht waren, das Fotoatelier wurde zeitgemäß nachgerüstet und ein neuer Brandschutz und eine Klimaanlage wurden in das Gebäude eingebaut. Die ganze Instandsetzung des Bode-Museums kostete rund 152 Millionen Euro und wurde komplett aus der Bundeshaushaltskasse finanziert.

Die Ausstellung hat eine Fläche von 25 000m2 die auf 66 Ausstellungsräume aufgeteilt ist. Mittlerweile ist man sich einig, dass man für das Bode-Museum eigentlich noch viel mehr Platz bräuchte, so dass man sich hier Gedanken macht das Kasernengebäude abzureißen und weitere Ausstellungsräume zu bauen. Hierfür muss aber erstmal ein Finanzplan stehen und die Politik und Öffentlichkeit von den Ideen überzeugt werden.

Was für Ausstellungen / Sammlungen kann man sich hier ansehen?

In den ersten Jahren des Weltkrieges wurden viele Sammlungen und Teile der Ausstellung im Flakbunker in Friedrichshain verstaut, um sie vor Bombenangriffen zu schützen. Leider hat es trotzdem nicht gut funktioniert, da im Bunke ein Feuer ausbrach und sehr viele Exponate zerstört hatte. In den 2010er Jahren wurden einige Stücke in die Restaurierungswerkstatt gebracht und versucht nachzubauen oder aber wiederherzustellen. Generell kann man aber folgende Dinge im Bode Museum ansehen:

  • Skulpturensammlung: Eine umfangreiche Sammlung älterer Plastik mit vielen Beständen aus dem Museum für Byzantinische Kunst und anderen. Die Sammlung bietet ein facettenreiches Programm von Skulpturen aus dem Mittelalter bis zum späten 18 Jahrhundert. Ob deutsche Werke oder aber aus andern Ländern wie Frankreich, Niederlande oder auch Spanien. Der Schwerpunkt dieser großen Sammlung ist aber vor allem das Land Italien in der Frührenaissance.
  • Byzantinische Kunst: Hier findet man eine Auswahl aus Kunst aus dem Byzantinischen Reich vom 3 -15 Jahrhundert. Die Objekte stammen oftmals aus dem antiken Mittelmeerraum, wie beispielsweise aus Italien, der Türkei, Griechenland und Russland.
  • Das Münzkabinett: Hier befindet sich eine der ältesten Spezialsammlungen die zurück auf die Kunstkammer des brandenburgischen Kurfürsten gehen. Im Untergeschoss gibt es ein Museumraum der speziell dafür eingerichtet ist. Im Raum befinden sich mehr als 500 000 Objekte , wovon aber immer nur ein kleinerer Teil gezeigt werden kann.

Adresse und Kontaktmöglichkeiten:

Bode Museum
Am Kupfergraben
10178 Berlin

Telefonnummer: 030 266424242

Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen
Dienstag- Sonntag: 10-18 Uhr

Anfahrt und Parkmöglichkeiten:

Mit dem PKW:

Mit dem Auto braucht ihr vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Bode Museum ca. 13-15 Minuten. Hier habt ihr verschiedene Strecken, die ihr auswählen könnt: Ihr könnt über die Invalidenstraße und Friedrichsstraße, über Reinhardtstraße oder aber über die B96 fahren. In der direkten Nähe, in der Dorotheenstraße befindet sich ein größerer Parkplatz den man nutzen kann.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln seid ihr nur wenige Minuten mehr unterwegs als mit dem Auto. Hier spart ihr euch dafür aber die Parkplatzsuche und Parkgebühren.  Mit der M5 könnt ihr bis zur Haltestelle „Monbijouplatz“ fahren. Ihr könnt aber auch die S-Bahnlinie 3/5/7 oder aber den RE1 nehmen. Hier geht es bis zur Haltestelle „S+U Friedrichsstraße“. Zu Fuß sind es dann noch ca. 650 Meter.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Herausgeber des Magazins ausflugsziel-berlin.de. Auf unserer Seite stellen wir Ihnen Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, Attraktionen sowie wissenswerte Fakten über Berlin zur Verfügung.

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