Villenkolonie Lichterfelde

Villenkolonie Lichterfelde

13. April 2024 / Andreas Kirchner

Das Leben in der Hauptstadt Berlin ist in den letzten Jahren viel teurer geworden. Viele Ottonormal Verbraucher kämpfen Monat für Monat darum, ihre laufenden Rechnungen zu bezahlen und sich ein Stückchen Luxus kaufen zu können. Die Einwohner des Viertels welches wir euch heute vorstellen möchten, brauchen sich um diese alltäglichen Dinge allerdings keine großen Gedanken zu machen. Sie leben in Saus und Braus und Überschwund. Heute geht es um die Villenkolonie Lichterfelde, welche im Jahre 1865 als eine der ersten Villenkolonien in Deutschland geplant wurde und somit das älteste Villenviertel Berlins darstellt. Bis heute könnt ihr beispielsweise an der Potsdamer Straße oder am Kadettenweg etliche Villen sehen, welche schon zu damaligen Zeiten geplant und auch gebaut wurden sind. Heute stellen wir euch ein wenig über die Geschichte der Villenkolonie Lichterfelde vor und zeigen euch wie ihr am besten dorthin gelangt.

Die Geschichte hinter dem Villenkolonie Lichterfelde:

Die Idee hinter einem Villenviertel lieferte der Hamburger Unternehmer Johann Anton Wilhelm von Carstenn, da er auf seinen vielen Reise öfters an solchen Vierteln vorbeigekommen war. Er wollte in Berlin auch ein Stadtviertel mit Villen erbauen, um ein repräsentatives Wohnen im Grünen anzubieten. Der Plan war das ein geschlossenes Bauwerk mit eigenem Geschäftszentrum für den gehobenen Lebensstil entsteht. So begab sich Carstenn auf die Suche nach einem geeigneten Platz hierfür und erwarb das Rittergut Wilmersdorf, Lichterfelde und auch das Giesendorf.

Die erste Villa im Viertel war die von Friedrich Drake, diese befand sich in der Mühlenstraße. Nach und nach kamen rund um den Marienplatz mehrere Bauten hinzu und als erstes öffentliches Gebäude wurde eine Schule errichtet was nicht bei allen gut ankam. Durch den raschen Anstieg an Einwohnern wurde im Jahre 1892-1894 ein repräsentatives Rathaus erbaut. Der Stadtteil der hier bis 1900 entstand bestach vor allem durch seinen gemischten Baustil, die vielen Alleen aber auch die kleinen Plätze und Gartenanlagen die das Viertel toll repräsentierten .Bei den meisten Villen dominieren aber vor allem die historischen Architekturen mit den neogotischen Elementen. Wenn man aber durch die Straßen der Villenkolonie Lichterfelde schlendert, so stellt man ziemlich schnell fest, dass hier auch einiges im Neo-Renaissance oder aber im modernen Jugendstil geplant wurde. Durch die Werbung die Carstenn mit seinem Villenviertel machte, zogen einige Städte im kaiserlichen Deutschland nach und wollten auch so ein Viertel realisieren. Durch die erste große Weltwirtschaftskriese in den 1920er Jahren kamen viele Villenbesitzer finanziell ins Straucheln, nach dem ersten Weltkrieg nannte man das Villenviertel gerne auch mal „Witwenfelde“, da viele wohlhabende Kriegswitwen hier noch wohnten. Während oder aber viel mehr nach dem zweiten Weltkrieg veränderte sich die Bevölkerung des Villenviertels zunehmend. Hier wurden aufgrund von Geldmangel und Wohnungsnöten die Villen zu einigen kleinen Wohnräumen aufgeteilt. Wenn man heute in die Villenkolonie Lichterfelde geht, sind der Ursprungscharakter, die Pflasterstraßen und vor allem das geschlossene Viertel noch beibehalten wurden. Allerdings unterschiedet sich die heutige Gartenstadtatmosphäre von der früheren Dorfatmosphäre stark. Heute wohnen im Villenviertel viele Diplomaten, denn der schnelle Arbeitsweg nach Mitte zum Regierungsviertel spricht für sich.

Welche Sehenswerte Dinge gibt es in der Villenkolonie Lichterfelde:

In der Villenkolonie Lichterfelde stehen nicht nur wunderschöne alte und historische Villen zum Ansehen, sondern ihr könnt euch auch noch zusätzlich tolle Grünanlagen und andere sehenswerte Dinge ansehen. Was man hier in Lichterfelde noch machen kann, haben wir euch hier zusammengefasst:

  • Botanischer Garten
  • Botanisches Museum
  • Otto-Lilienthal Denkmal
  • Parkfriedhof Lichterfelde
  • ART Stalker Kunst+ Bar+ Events
  • Schwarzlichtinsel Berlin
  • S-Bahnhof Lichterfelde
  • Johanneskirche
  • Spazieren durch Grünanlagen
  • Joggen und Rad fahren
  • Einige Shoppingvarianten

Anfahrt und Parkmöglichkeiten:

Mit dem PKW:

Wenn ihr mit dem Auto vom Berliner Hauptbahnhof zur Villenkolonie Lichterfelde wollt, braucht ihr ungefähr 25-30 Minuten bis ihr dort angekommen seid. Hier könnt ihr folgende Strecken nutzen: Ihr könnt über die A103, über die B1 oder aber über die A100 fahren. Letztere Strecke ist aber die längste von den dreien. Es gibt ein paar kleinere Parkplätze in der Umgebung, ansonsten muss man immer in den kleineren Seitenstraßen nachschauen ob man einen Platz bekommt.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin Hauptbahnhof bis zur Villenkolonie Lichterfelde wollt, braucht ihr ca. 50 Minuten bis ihr angekommen seid. Ihr könnt von Berlin Hauptbahnhof mit der S7 bis zur Haltestelle „S+U Friedrichsstraße“ fahren. Von dort aus geht es mit der S-Bahnlinie 1 bis „Lichterfelde West“. Es sind dann noch rund 900 Meter bis zum Ziel.

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Herausgeber des Magazins ausflugsziel-berlin.de. Auf unserer Seite stellen wir Ihnen Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, Attraktionen sowie wissenswerte Fakten über Berlin zur Verfügung.

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