Gerade in Zeiten politscher Unruhen und Tumulte und oder sogar Kriegszeiten wie es momentan leider zwischen der Ukraine und Russland ist, ist es umso wichtiger, dass aktive Botschaftsarbeit in betroffenen oder auch angrenzenden Gebieten geleistet wird. Aber was ist eigentlich eine Botschaft? Eine Botschaft ist eine diplomatische Vertretung eines Staates in einem anderen Staat. Gelegen ist diese stets in der Stadt in der auch Regierungssitz liegt, bei uns also in der Hauptstadt Berlin. In der Botschaft sind ein oder mehrere Botschafter ansässig, dessen Hauptaufgabe es ist die Interessen des eigenen Landes im Gastland zu vertreten aber auch Vermittlungsarbeit sowie Stellungsnahmen und aktive Politikarbeit zu leisten. Die Botschaft der russischen Föderation ist der Hauptsitz der diplomatischen Vertretung des Landes Russland in Deutschland. Sie befindet sich im Berliner Ortsteil Berlin Mitte und nimmt ein Gebäudekomplex ein, der aus einem Hauptgebäude am Boulevard unter den Linden sowie mehren Verwaltungs- und Wohngebäuden an der Behren- und der Glinkastraße. Der Hauptbotschafter der in Deutschland eingesetzt ist, ist Sergei Netschajew, ein russischer Diplomat der seit 2018 für die russische Föderation tätig ist. Innerhalb der letzten unruhigen Monate sind mehrere Stellungsnahmen auf der Homepage der russischen Botschaft bekannt gegeben worden, welche für jeden frei zugänglich ist. Hier ist unter anderem auf die Beschuldigung der CPU Hacker Angriffe, sowie diverse andere Themen eingegangen wurden. Gerade für Russen die ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder aber deutsche die ihren Wohnsitz in Russland haben ist eine gut funktionierende Botschaft enorm wichtig, da diese in ihrem Fall eines Konfliktes eine sichere Vermittlung gewährleisten kann.

Die Geschichte der Russischen Botschaft in Berlin:

Schon in den 1820er Jahren haben sich die Menschen aus dem Russischen Kaiserreich mit denen aus Preußen ausgetauscht, was manchmal nicht immer einfach war. Im Jahre 1837 kam es dann dazu, dass in der Straße „Unter den Linden 7“ eine Kaiserlich-Russische Gesandtschaft“ entstand. Hier wurde der erste Diplomat, Alexandre de Ribeaupierre platziert um einen ständigen Austausch zu gewährleisten. Das Haus in dem er sich befand wurde im Jahre 1734 erbaut und gehörte der Prinzessin Amalie von Preußen. Nachdem Russland das Grundstück mit Gebäude erwarb wurden 146 Wagenladungen mit russischer Erde nach Berlin transportiert und auf dem kompletten Grundstück verteilt. Es wurde ein deutscher Architekt beauftragt, das gesamte Anwesen zu erweitern und auf drei Etagen aufzustocken. Hier konnten dann zum Sitz des Diplomaten auch noch Kanzleien, Festsäle und sogar Diplomatenwohnungen bestehen. Bis zum ersten Weltkrieg gehörte der Sitz durchgehend der russischen Botschaft, danach zeitweise der sowjetischen. Im zweiten Weltkrieg wurde nach dem deutschen Überfall auf das Gebäude im Jahre 1941 alles geräumt und geschlossen, bis das Reichsministerium der besetzten Ostgebiete dort ein Jahr später einzog. Das komplette Gebäude überlebte den zweiten Weltkrieg nicht und wurde von Bombenangriffen im Jahre 1944 komplett zerstört. In der Nachkriegszeit hat sich die Sowjetunion daraufgesetzt, das Gebäude neu aufzubauen und vor allem auch die benachbarten Flächen dazu zu nutzen. Im Jahre 1953 konnte das dreiteilige symmetrische Botschaftsgebäude eingeweiht werden. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude für vieles genutzt: internationale diplomatische Treffen, Konferenzen von Außenministern und Siegermächten, Regelungen für das Viermächteabkommen und auch vielen anderen Dingen. Nachdem die Sowjetunion sich aufgelöst hatte, bekam die russische Föderation das Gebäude und diente seitdem als russische Außenstelle. Ende der 1990 er Jahre wurde das komplette Gebäude grundrenoviert und die Botschaft zog im Jahre 2000 von der Stadt Bonn komplett nach Berlin. Zwischen den Jahren 2001 und 2009 fand im Botschaftsgebäude ein jährlicher Sommerball der Botschafter statt.

Nachdem Überfall im Jahre 2022 auf die Ukraine mussten 40 russische Mitarbeiter aus der Botschaft Deutschland verlassen. Das lang daran, dass die deutsche Regierung davon ausging, dass die nur als Tarnung als Diplomaten vor Ort waren und den russischen Geheimdienst dienten.

Öffnungszeiten:

 
 
Montag-Freitag: 8.30 – 18 Uhr
Samstag + Sonntag: geschlossen
 
 

Adresse und Kontaktmöglichkeiten:

Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin

Telefonnummer: 030 2291110
Internetseite: Botschaft der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland (mid.ru)

Anfahrt und Parkmöglichkeiten:

Mit dem PKW:

Wenn ihr mit dem Auto vom Hauptbahnhof bis zur russischen Botschaft fahren wollt, dann braucht ihr nur rund 10 Minuten. Hier habt ihr die Auswahl folgende Strecken zu wählen: Ihr könnt über die B96, über die Invalidenstraße und Luisenstraße oder aber über Alt-Moabit fahren. Die beiden letzteren Strecken sind einige Hundert Meter kürzer als die erste. Parken kann man in umliegenden Parkhäusern wie dem Hotel Adlon und vielen anderen.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vom Berliner Hauptbahnhof bis zur russischen Botschaft fahren wollt, dann braucht ihr rund 15 Minuten. Hier könnt ihr beispielsweise die U5 bis „Brandenburger Tor“ nehmen. Oder aber ihr nehmt den Bus Nr. 147 bis „U Unter den Linden“. Alternativ kann man auch die S3/5/7 bis „Friedrichsstraße“ nehmen.

Karte

Andreas Kirchner
Andreas Kirchner ist Herausgeber des Magazins ausflugsziel-berlin.de. Auf unserer Seite stellen wir Ihnen Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele, Attraktionen sowie wissenswerte Fakten über Berlin zur Verfügung.

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